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Der EWKS-Ab Salz Controller |
In verschiedenen industriellen Verfahrens- und Produktionsabläufen,
bei dem Betrieb von EDV-Rechnerzentren, bei der Klimatisierung von Verwaltungs- und
Warenhäusern entsteht Wärme, die abgeführt werden muß. Hierzu bietet sich
zwangsläufig aufgrund der Kosten und Verfügbarkeit Wasser als Wärmeträgermedium an.
Das erwärmte Wasser wird über eine offene Kühleinrichtung/Verdunstungskühlturm
geleitet und hierbei großflächig versprüht. Ein Teil dieses Wassers (max. ca. 1,4 l/kW,
durchschnittlich ca. 1,0 l/kW Kühlleistung) verdunstet und entzieht dabei dem Kühlwasser
eine adäquate Wärmemenge.
Bereits unsere Vorfahren haben herausgefunden, daß in Tonkrügen oder
Ziegenlederbeuteln aufbewahrtes Trinkwasser trotz warmen Wetters angenehm kühl im
Geschmack ist. Diese Eigenschaft des Wassers - Entzug von Wärme bei Verdunstung -
ermöglicht insbesondere in heißen Sommern die Erzielung von Kühlwassertemperaturen, die
teilweise erheblich unterhalb der Außenlufttemperatur liegen.
Die Verdunstung des Wassers geschieht jedoch ausschließlich mit dem
reinen H 2O und mit den im
Wasser gelösten Gasen. Die in jedem Wasser in unterschiedlichen Mengen enthaltenen
gelösten Salze (Mineralien) verbleiben im Restwasser. Wird also die Hälfte eines
bestimmten Wasservolumens verdunstet, erhöht sich der im Restwasser nachzuweisende
Salzgehalt [mg/l] um den Faktor 2. Man spricht hier auch von der Eindickung des
Salzgehaltes und drückt dies durch die Eindickungszahl, in diesem Fall EZ=2, aus.
Wird weiter Wasser verdunstet kommt es zu einem Effekt der von einem
vergessenen Kochtopf auf einer Herdplatte bekannt ist. Nach Überschreiten der
Löslichkeitsgrenze (unter den jeweiligen Bedingungen der max. zulässige Salzgehalt im
Wasser) verbleiben die Salze als meistens weißer Belag an den Kochtopfwandungen und auf
dem Boden zurück.
Das während des Produktionsablaufes erwärmte Wasser wird, wie unter
Pos. 1.1 beschrieben, über eine offene Kühleinrichtung geleitet. Ein Teil dieses Wassers
verdunstet und entzieht dabei dem Kühlwasser eine adäquate Wärmemenge. Bei diesem
Prozeß werden die im Kühlwasser gelösten Salze aufkonzentriert, freie Kohlensäure
ausgetrieben und Sauerstoff bis zur Sättigungsgrenze aufgenommen.
Durch Erwärmung und Kohlensäureentzug zerfällt das
Kalziumhydrogenkarbonat [Karbonathärte] zum kaum löslichem Kalziumkarbonat [Wasserstein]
und führt somit ohne Gegenmaßnahmen zur Belagbildung.
Umlaufwasser in offenen wasserführenden Systemen, wie Rückkühlwerken und
Luftwäschern sind gegenüber üblichen metallischen Werkstoffen in unterschiedlichem
Maße korrosiv. Da solche Wässer dem Stoffaustausch mit der umgebenden Atmosphäre
unterliegen, sind sie im allgemeinen mit Sauerstoff gesättigt. Gleichzeitig stellt sich,
in Abhängigkeit von der Wasserqualität, eine bestimmte Ablagerungstendenz ein. Die
erforderlichen Korrosions-schutzmaßnahmen richten sich nach den im System enthaltenen
Werkstoffen, den Betriebsbedingungen und den Eigenschaften des eingedickten Umlaufwassers.
Kältemaschinen und Kühler mit Verohrungen aus unlegiertem Stahl
erzeugen auch bei üblicher Werkstoffkorrosion in einem Ausmaß Korrosionsprodukte, daß
eine vollständige Stabilisierung der Eisenverbindungen im Umlaufwasser und eine
Entfernung über die Absalzung nicht mehr gelingt.
Die Folgen sind ein Anwachsen von Korrosionsrückständen und eine
Verokerung des Kühlsystems. Sollen derartige Störungen vermieden werden, sind
außerordentlich niedrige Korrosionsraten und ein hohes Eisen-Stabilisierungsvermögen
erforderlich.
Mikroorganismen, wie Algen, Bakterien und Pilze finden in vielen
wasserführenden Systemen ideale Lebensbedingungen vor. Ein ungehindertes
mikrobiologisches Wachstum führt meistens in kurzer Zeit zu Energiemehrkosten,
Betriebsstörungen und mitunter zu schweren Korrosionsschäden. Eine zuverlässige
Kontrolle der Population von Mikroorganismen ist daher unabdingbarer Bestandteil der
Wasseraufbereitung und -behandlung.
Der Umfang der erforderlichen Kontrolle ist von der Art des
wasserführenden Systems abhängig. In offenen Kühlkreisläufen kommt es auf eine
ablagerungsfreie Betriebsweise an. In Luftwäschern sind zusätzlich Anforderungen aus
hygienischer Sicht zu berücksichtigen. In geschlossenen Kreisläufen kommt der Kontrolle
anaerober Bakterien eine besondere Rolle zu. In Kreisläufen mit Schneidöl- oder
Bohremulsionen steht ein ausreichender Schutz der Wirkstoffe vor bakteriologischem Abbau
im Vordergrund.
Von der Art der Problemstellung ist daher die Art und der Umfang der
erforderlichen Behandlung abhängig. Zu berücksichtigen sind dabei auch ökologische und
toxikologische Auswirkungen, sowie die Verträglichkeit mit anderen Wirkstoffen.
Dem Faktor Wasser wird bei der Planung und beim späteren Betrieb eines Kühlsystems
meist zuwenig Aufmerksamkeit gewidmet.
Das Wasser
q ermöglicht die
Kälteerzeugung durch Entzug von Wärme durch Verdunstung
q ist das
schwerste Bauteil in einem Kühlsystem
q ist der
größte Kostenfaktor bei den Betriebskosten und übersteigt die Investitions-kosten bei
mehrjährigem Betrieb eines Kühlsystems um ein Vielfaches.
In wasserseitig ungeregelten Kühlsystemen werden -
ohne daß das zur Verfügung stehende Zusatzwasser oder die im System anzutreffenden Wand-
und Wassertemperaturen Berücksichtigung finden - oft Eindickungen des Salzgehaltes im
Umlaufwasser von 1,1 fach bis 20 fach und in Einzelfällen sogar darüber hinaus
angetroffen.
Um Beispielsweise einem Kühlsystem die Wärmemenge von 650 kWh zu
entziehen wird
1 m³ Wasser verdunstet. Die Wasserkosten für diese Kältemenge sind
nachfolgend bei verschiedenen Eindickungszahlen aufgelistet.
Eindickungszahl 1,1
1,5
2,0 4,0
10,0 20,0
Verdunstungsmenge 1 m³ 1 m³
1 m³
1 m³
1 m³ 1 m³
Absalzmenge
10,0
m³ 2,0 m³ 1,0 m³
0,33 m³ 0,11 m³ 0,05
m³
Gesamtverbrauch 11,0 m³ 3,0 m³
2,0 m³
1,33 m³ 1,11 m³ 1,05
m³
Wasserkosten je m³ 7,50 DM 7,50 DM 7,50 DM
7,50 DM 7,50 DM 7,50 DM
Wasserkosten
für 650 kWh
82,50 DM 22,50 DM 15,00 DM 9,98 DM
8,33 DM
7,88 DM
Wie aus dieser Tabelle zu ersehen ist, sind die Möglichkeiten zur
Wassereinsparung zwischen einer 1,1 fachen Eindickung und einer 4 fachen Eindickung
gewaltig. Das Einsparpotential zwischen einer über 4 fachen und einer 20 fachen
Eindickung ist dagegen nur gering und sollte aus korrosionstechnischen Gründen sowie der
drastisch steigenden Gefahr von organischem Befall nicht genutzt werden.
Die Eindickungszahl der Salze im Umlaufwasser wird ermittelt, indem
hochlösliche Ionen, z. B. Chloride, im Zusatzwasser und im Kühlwasser quantitativ
nachgewiesen werden. Die Konzentration dieser Ionen im Kühlwasser dividiert man durch die
Konzentration im Zusatzwasser und erhält die Eindickungszahl EZ. Eine andere, leicht
auswertbare, Meßgröße ist die elektrische Leitfähigkeit des Wassers, sofern die
spezifischen Löslichkeitsgrenzen nicht überschritten werden.
Ein häufig zu beobachtender Störfall sind Leckagen im Kühlsystem, die vom
Betriebspersonal nicht festgestellt werden, z.B. festsitzende Schwimmerventile im
Kühlwasserbecken, Undichtigkeiten im Rohrleitungsnetz. Das Wasser fließt in diesem Fall,
für den Betreiber unsichtbar, über den Überlauf in den Kanal oder in weit verzweigten
Netzen leiten einige Kühlwassernutzer das Wasser nicht zurück in das System, sondern
führen die Rücklaufleitung in den Abwasserkanal. Die aus Leckagen resultierenden
Wasserverbräuche und somit erhöhte Kosten liegen oft im 5 stelligen DM / anno Bereich.
Chemisch reines Wasser ist ein sehr schlechter elektrischer Leiter.
Durch Zugabe von Salzen, Säuren oder Laugen wird die Leitfähigkeit erhöht. Eine hohe
Leitfähigkeit zeigt eine hohe Salz-, Säure- oder Laugenkonzentration an. Im neutralen
Bereich kann man von der Leitfähigkeit des Wassers auf den Gesamtsalzgehalt schließen.
Eine Zuordnung, welche Salze im Wasser gelöst sind, ist jedoch nicht möglich. Die
Einheit für die Leitfähigkeit ist µS/cm ( Mikro-Siemens pro Zentimeter ).
Durch Zugabe von Härtestabilisatoren läßt sich
die natürliche Löslichkeit der Wasserinhaltsstoffe erheblich steigern. Bei erreichen der
maximalen Salzkonzentration ist jedoch eine Verdünnung erforderlich. Als Stellgröße
dient die sogenannte Grenzleitfähigkeit. Diese Grenzleitfähigkeit wird individuell für
Ihr Kühlwasser und Ihre Einsatzbedingungen in unserem Labor festgestellt.
Durch eine permanente Messung im Kühlwasser wird das Erreichen der
Grenzleitfähigkeit festgestellt und ein Absalzventil geöffnet; eingedicktes Wasser
fließt ab und wird durch Frischwasser ergänzt. Die Leitfähigkeit im Kühlwasser sinkt
unter den Sollwert und das Absalzventil schließt. Auf diese Weise ist sichergestellt,
daß nur ein maximal eingedicktes Wasser in den Kanal fließt.
Die Dosierung von
EWKS-Härtestabilisierungs-Produkten sollte
mengenproportional zum Zusatzwasser mit Hilfe geeigneter Dosiersysteme erfolgen. Die
empfohlene Dosiermenge beträgt in Abhängigkeit von der Wasserqualität und der
Eindickung 20 bis 80 g/m³, bezogen auf das Zusatzwasser. Der Produktnachweis erfolgt mit
einer speziellen EWKolor-Testeinheit.
Biologisches Wachstum in Kühlsystemen ist vorwiegend abhängig von Zeit, Temperatur
und Nährstoffangebot. Eine ideale Stellgröße für Einsatzmenge und Zeitpunkt einer
Bioziddosierung gibt es nicht. Ein recht guter Kompromiß ist es, die Zeit als
Stellgröße zu verwenden und den Erfolg der bioziden Behandlung in regelmäßigen
Abständen mit Keimzahlteströhrchen zu überprüfen.
Die Leitfähigkeit eines wirtschaftlich betriebenen Kühlwassers liegt nahe der
Absalzleitfähigkeit, z.B. Istwert 1239 µS/cm, Sollwert 1250 µS/cm. Wird diesem
Kühlwasser ein leitfähigkeitserhöhendes Biozid zugegeben, so wird umgehend das
Absalzventil öffnen und einen Teil des zudosierten Biozides in den Abwasserkanal leiten.
Sinnvoller ist es, vor Biozidzugabe die Leitfähigkeit im System um ca. 10 % abzusenken
und anschließend das Absalzventil zu blockieren. Hierdurch wird eine zu starke
Aufkonzentrierung des Kühlwassers bei der nachfolgenden Biozidbehandlung vermieden.
Nach der empfohlenen Zwangsabsalzung sollte die Bioziddosierpumpe angesteuert werden.
Über die Dosierzeit läßt sich die Biozidmenge einstellen. Es ist jedoch möglich, daß
zu diesem Zeitpunkt die Kühlwasserpumpe nicht läuft. Die Folge wäre, daß das Biozid
nur im Bereich der Dosiermitteleinführung verweilt. Der gewünschte Erfolg würde also
ausbleiben. Es ist dafür Sorge zu tragen, daß entweder das Biozidprogamm während der
Stillstandszeiten der Kühlwasserpumpe unterbrochen wird, oder eine Umwälzung des
Kühlwassers in dieser Zeit erfolgt.
Nach erfolgter Bioziddosierung soll die Absalzung so lange verriegelt werden, bis das
eingesetzte Biozid im System weitgehend abgebaut ist. Die biozide Wirkung soll im
Kühlsystem und nicht in der kommunalen Kläranlage einsetzen.
Das Mikroprozessor gesteuerte Leitfähigkeitsmeß- und Regelgerät
ASC-PILOT
3 (Ab
Salz
Controller -
Prozessor
Integriertes
Leitfähigkeits-
Organik-
und Temperatur-Überwachungs- und Regelgerät) ist mit den
3
Grundfunktionen konzipiert für Wassersysteme, die leitfähigkeits-, wassermengen-, und
zeitgesteuert konditioniert werden müssen. Hierzu zählen vor allem Kühlsysteme und
Luftwäscher.
Das ASC-PILOT 3 ist als Feldgerät (Schutzart IP 65) für den
Wandaufbau vorgesehen und durch Klarsichtdeckel, Folientastatur und ABS-Kunststoffgehäuse
vor rauhen Bedingungen geschützt. Als Dosier- und AbSalzController-System ist das ASC-PILOT
3 auch in verschiedensten vorgefertigten Variationen mit unterschiedlichen
Rohrnennweiten und Absalzventilen erhältlich.
Das ASC-PILOT 3 regelt die Absalzung, sowie die Mengen- und
Stoßdosierung. Die Grenzwerte, Zeiten oder Durchlaufmengen für die verschiedenen
Funktionen können der Steuerung über eine Textanzeige einprogrammiert werden.
Das Gerät ermöglicht eine Vielzahl von Verknüpfungen des
Wasserkreislaufes (Pumpen, Ventile, Zeiten, Störmeldungen,...) mit der Steuerung, die
werkseitig den Kundenwünschen angepaßt werden können..
Ein Speicher zeichnet bei auftretenden Störungen frei wählbare
Informationen auf, sodaß auf die Führung eines Betriebstagebuches verzichtet werden
kann.
l
Mikroprozessorsteuerung mit integriertem Speicher
l
Flüssigkristalldisplay (2 x 16 Zeichen) mit Volltextanzeige für Meßwert- und
Fehleranzeige, sowie Programmierung
l
Displaybeleuchtung
l Permanente
Meßwertdarstellung und im Störfall Volltextfehleranzeige
l
Anzeige-LEDs für Betrieb, Störung, Absalzung, manuellen Eingriff, Dosierung, sowie
Leermeldungen der Dosierbehälter 1 und 2
l Einstellung
und Justage aller Prozeßparameter über Tastatur/Textanzeige oder über PC/Modem
l RS
232-Schnittstelle zur Prozeßvisualisierung, Fernbedienung und Archivierung des Speichers
l
Schalteingänge: Dosiermittel 1 leer, Dosiermittel 2 leer, Wasserzulaufimpuls,
Wasserabsalzmengenimpuls, softwaredefinierbarer Universaleingang
l
Relaisausgänge: Absalzventil, Umwälzpumpe Zwangseinschaltung, Störmeldung,
Mengenproportional-/ Stoßdosierausgang sowie einen softwaredefinierbaren Universalausgang
l Anschluß
für Leitfähigkeits- und Temperatursonde zur automatischen Temperaturkompensation, auch
externes Stromsignal möglich
l
Analogausgang, wählbar für Leitwert oder Temperatur mit 0 / 4 - 20 mA
l
Betriebsstundenzähler/Wassermengenzähler
l
Einpunktkalibrierung
l Technische
Diagnosefunktion
l Interne
Fehlerprotokollierung, freie Wahl der zu protokollierenden Größen (Eingänge, Ausgänge,
Zähler, Timer, Variablen, Betriebszustände, Fehlerzustände) und der zeitl.
Speicherintervalle
(*) Einstellung teilweise nur werksseitig,
von unserem SERVICE oder von uns per vor Ort vorhandenem Modem als Fernwartung möglich.
Die Anzeige ist in drei Bedienebenen
unterteilt:
l
Normalebene
l
Anwenderebene, die einen Abruf der Informationen,
einen manuellen Eingriff und eine Änderung der Parameter für Stoßdosierung, Absalzung
und Alarmgrenzwerte zuläßt
l
Techniker-/Werksebene, die zusätzlich zur
Anwenderebene eine Anpassung der Anlagen-komponenten und Betriebseinstellungen, sowie eine
Hardwarediagnose erlaubt.
Ständige Anzeige des derzeitigen Leitfähigkeitsmeßwertes im Wechsel
mit :
l
Datum, Uhrzeit
l
Sollwert
l
Programmablauf (Absalzventil auf,
Biozid-dosierung,...)
l
Temperatur
l
Wasserverbrauch
Falls ein Fehler aktiv ist, wird dieser ebenfalls angezeigt:
l
Leckage
l
Sensor
l
Leitfähigkeitsüberschreitung
l
Dosiermittel 1 leer
l
Dosiermittel 2 leer
l
Temperatur-Überschreitung
l
Temperatur-Unterschreitung
l
Wartungsintervall überschritten
l
Frei programmierbare Meldung bei
Universaleingang-Signal
Die Absalzregelung ASC-PILOT 3 erlaubt über seine vielfältigen
Verknüpfungs- und Einstellmöglichkeiten eine weitgehende Anpassung der
Anlagenbedingungen untereinander:
l
Systemkomponenten (Kühlwassersystempumpen,
Absalzventil, Dosierpumpen, Wassermengenzähler für Zusatz- und Absalzwasser)
l
Betriebszeiten
l
Wasserqualität
l
Dosierchemikalien
Der mit ASC-PILOT 3 gesteuerte Wasserkreislauf arbeitet im
störungsfreien Betrieb immer um den Absalzpunkt, d.h. es wird mit einer konstanten
Verdunstung und Abwasserabgabe gefahren. Dies erlaubt den Betrieb im kostengünstigsten
Arbeitsbereich, bei größtmöglicher Eindickung ohne Ablagerungsbildung.
Auftretende Fehler im Wasserkreislauf lassen sich in Temperatur- und
Leitfähigkeitsstörungen einteilen, wodurch frühzeitig schwerwiegende Schäden vermieden
werden können. Eine Überhitzung oder eine bestehende Gefährdung durch Frost erkennt ASC-PILOT
3 und zeigt dies als Klartext- und Alarmmeldung. Ein Trockenfallen des Sensors, ein
Überschreiten oder das Nichterreichen des Absalzpunktes durch Leckage und dauernde
Nachspeisung meldet ASC-PILOT 3 ebenfalls.
Weitere Störungen können leere Dosiermittelbehälter, überschrittene
Wartungsintervalle und ein softwaredefinierbarer Universaleingang sein.
Unabhängig von der Art der Störung zeichnet die Steuerung gewählte
Informationen in gewählten Zeitintervallen über den jeweiligen Betriebszustand im
internen Speicher auf. Diese Informationen können später sowohl am Gerät, als auch
über die Schnittstelle am PC oder im Rahmen einer Fernabfrage über Modem abgerufen
werden.
Die Dosierung von EWKS-Härtestabilisatoren und
EWKS-Korrosionsschutzmitteln steuert ASC-PILOT 3 proportional zur zufließenden
Wassermenge über Wassermengenzähler-Impulse. Die eingehenden Impulse können vom ASC-PILOT
3 durch softwaredefinierbare Faktoren (0...99,99 Imp./l) den jeweiligen Bedingungen
angepaßt werden; sowohl eine Erhöhung als auch Reduzierung ist möglich. Sollte der
Chemikalienvorrat erschöpft sein, speichert ASC-PILOT 3 die Impulse und dosiert
bei gefülltem Dosierbehälter die fehlende Schutzmittelmenge nach.
Die Biozidzugabe als Stoßdosierung startet ASC-PILOT 3 an ein
oder zwei Uhrzeiten an 1-7 Tagen pro Woche (Tag und Uhrzeit frei wählbar). Die Dosierung
kann mit der System- oder Umwälzpumpe verknüpft werden, damit eine Verteilung im
gesamten Wasserkreislauf gegeben ist. Die Absalzung läßt sich über ASC-PILOT 3
vorziehen und/oder verzögern. Damit verhindert die Steuerung das Abfluten der Chemikalie
in das Abwasser. Erst nach einer system- und chemikalienspezifischen Reaktionsphase
entriegelt ASC-PILOT 3 das Absalzventil. Die Verriegelungszeit ist für die
Einhaltung des §7 Wasserhaushaltsgesetzes entscheidend, da diese Zeit einen Abbau gemäß
der geforderten Bakterienleuchthemmung G L12 gewährleistet. Die Führung eines Betriebstagebuches entfällt, da
Vorgänge nach dem vorgegebenen Programm ablaufen und Störungen im Speicher von ASC-PILOT
3 aufgezeichnet und bei Bedarf abgerufen werden können.
Die integrierte serielle Schnittstelle erlaubt u. a. die Übertragung
der aktuellen Anlagenzustände und des Speicherinhaltes. Die im Lieferumfang enthaltene,
aufpreisfreie Visualierungssoftware ermöglicht die Darstellung der gespeicherten
Betriebszustände, die sich als Datei archivieren lassen. Der Speicher des Steuergerätes
kann somit gelöscht werden und steht dann für weitere Aufzeichnung zur Verfügung, ohne
daß die Informationen verloren gehen.
Die Visualisierungssoftware ist so vorbereitet, daß die Abfrage der
seriellen Schnittstelle sowohl direkt mit einem PC/Laptop als auch per
Datenfernübertragung mittels eines optionalen Modems erfolgen kann. So ist es über das
innerbetriebliche, analoge Telefonnetz problemlos möglich, von einer zentralen Stelle
mittels eines Modems mehrere Kühlsysteme abzufragen oder zu parametrieren.
Anschlüsse am ASC-PILOT 3:
l
Universaleingang
l
Leermeldung Dosiermittel 1
l
Leermeldung Dosiermittel 2
l
Kontaktwassermengenzähler
l
Leitfähigkeitssonde
l
Temperatursonde
l
Externer Leitfähigkeitswert als Normsignal (4÷20) mA
l
Externer Temperaturwert als Normsignal (4÷20) mA
l
Ansteuerung Absalzarmatur (Magnetventil oder
Kugelhahn)
l
Dosierpumpe 1 (Impulsausgang)
l
Dosierpumpe 2
l
Umwälzpumpe
l
Universalausgang
l
Sammelstörung
Technische Daten
Leitfähigkeitsmeßbereich
0 ÷ 3000 µS/cm
Auflösung
1 µS/cm
Genauigkeit
± 2,5 %
Temperaturmeßbereich
0 ÷ 50 °C
Hysterese
0 ÷ 999 µS/cm
Zellkonstante
1,0 cm-1
Betriebsspannung
230 V / 50 Hz
Potentialfreie
Wechsler < 4 A / 250 V / 50
÷ 60
Hz
Analogausgang
0 ÷ 20 mA oder 4 ÷ 20 mA
Schutzart
IP 65
Maße 245
5 185 5 120
Gewicht
2,3 kg
Gehäuse
Acrylbutadienstyrol (ABS)
Frontfolie
Polycarbonat (PC)
Dosieranlage für Härtestabilisator und Korrosionsschutz
Bei Einsatz des Steuergerätes ASC-PILOT 3 kann jede bestehende
Dosieranlage genutzt werden, sofern sie chemikalienbeständig ist, den Anforderungen des
§19 WHG genügt und über einen Impulseingang mit Schaltspannung max. 24 V DC,
Schaltstrom max. 20 mA und Impulsbreite max. 100 ms verfügt.
Dosieranlage für Bioziddosiermittel
Bei Einsatz des Steuergerätes ASC-PILOT 3 kann jede bestehende
Dosieranlage genutzt werden, sofern sie chemikalienbeständig ist, den Anforderungen des
§19 WHG genügt und über einen Schalteingang max. 24 V DC, Schaltstrom max. 20 mA
verfügt oder direkt mit 230 V / 50 Hz. max. 1A angesteuert werden kann. Die Dosierpumpe
muß über einen eigenen Taktgeber für die Dosierfrequenz verfügen, wenn es sich nicht
um eine Motordosierpumpe handelt.
Auszug aus der allgemeinen Verwaltungsvorschrift nach §
7a des Wasserhaushaltsgesetzes ( WHG ) Anhang 31
1. Anwendungsbereich
1.1 Abwasser, dessen Schmutzfracht im
wesentlichen aus der Trink-, Bade- und Betriebswasseraufbereitung, aus Kühlsystemen von
Kraftwerken und Kühlsystemen zur indirekten Kühlung von industriellen Prozessen sowie
aus sonstigen Anfallstellen bei der Dampferzeugung stammt.
1.2 Ausgenommen ist Abwasser aus der
Wäsche von Rauchgasen aus Feuerungsanlagen und aus dem Kontrollbereich von
Kernkraftwerken.
2. Anforderungen
An das Einleiten des Abwassers werden
folgende Anforderungen gestellt. Die Anforderungen für den chemischen Sauerstoffbedarf,
für Stickstoff als Summe von Ammonium-, Nitrit- und Nitratstickstoff, für anorganische
Phosphorverbindungen sowie für abfiltrierbare Stoffe richten sich nach den allgemein
anerkannten Regeln der Technik, die übrigen Anforderungen nach dem Stand der Technik.
Diese Anforderungen gelten nicht für
Abwassereinleitungen von weniger als 0,5 m³ pro Tag.
2.1. Allgemeine Anforderungen
Das Abwasser darf mit Ausnahme von
Phosphonaten und Polycarboxilaten keine organischen Komplexbildner enthalten, die nicht
entsprechend der Grundstufenanforderung des Chemikaliengesetzes zur Bestimmung der
leichten biologischen Abbaubarkeit über die OECD-Richtlinien 301 A - 301 E vom Mai 1981
leicht biologisch abbaubar sind.
Chrom- und Quecksilberverbindungen, Nitrit,
metallorganische Verbindungen (Metall-Kohlenstoff-Bindung) und Mercaptobenzthiazol aus dem
Einsatz von Betriebs- und Hilfsstoffen dürfen im Abwasser nicht enthalten sein.
Die Anforderungen der Absätze 1
und 2 gelten als eingehalten, wenn die genannten Stoffe nicht eingesetzt werden, alle
eingesetzten Betriebs- und Hilfsstoffe in einem Betriebstagebuch aufgeführt werden und
Herstellerangaben vorliegen, nach denen diese Stoffe weder in den eingesetzten Betriebs-
und Hilfsstoffen enthalten sind, noch unter Betriebsbedingungen entstehen können.
2.3.3 Abwasser aus der Abflutung von sonstigen Kühlkreisläufen
Nach Durchführung einer Stoßbehandlung mit mikrobioziden Wirkstoffen gelten
Anforderungen
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